Auf dem Minsker Krisen-Gipfel wurde um eine friedliche Lösung
gerungen, offensichtlich vergeblich. Die Hoffnungen auf eine Lösung in
der Ukraine-Krise haben einen Dämpfer erhalten. Es besteht offenbar kein
ernsthafter Wille zu Einigung im Konflikt. Und die vorhandenen
Druckmittel haben nicht gewirkt.
Nachdem Berichte über die bevorstehende Unterzeichnung eines
Abschlussdokuments einen Durchbruch beim Friedensgipfel in Minsk
vermuten ließen, sollen jetzt unannehmbare Forderungen von russischer
Seite die Verhandlungen erneut ins Stocken gebracht haben. Auch hätten
die prorussischen Separatistenführer die Unterschrift des
Abschlussdokuments verweigert.
Zuvor waren nach ersten positiven Anzeichen die Gespräche ins
Stocken geraten. Nachdem die russische Seite am Abend Zuversicht
verbreitet hatte, verlautete weit nach Mitternacht aus Kreisen der
anderen Delegationen, Kremlchef Wladimir Putin stelle sich quer.
Bis zum frühen Morgen hatten Kanzlerin Angela Merkel, der
ukrainische Präsident Petro Poroschenko, der französische Staatschef
François Hollande und Putin schon fast zwölf Stunden verhandelt.
Zwischenzeitlich baten sie ihre Außenminister dazu.
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