Sonntag, 2. August 2026

Vor 90 Jahren: Olympische Sommerspiele 1936

Olympiastadion 1936 Olympische Sommerspiele 1936


Vor 90 Jahren fanden die Olympische Sommerspiele 1936 in Berlin statt. Die Olympischen Sommerspiele 1936 (offiziell »Spiele der XI. Olympiade« genannt) wurden vom 1. bis 16. August 1936 in Berlin ausgetragen. Die meisten Wettkämpfe fanden auf dem Reichssportfeld statt, mit dem Olympiastadion als zentraler Arena. Mit 49 teilnehmenden Nationen und 3.961 Athleten stellten die Olympischen Spiele in Berlin einen neuen Teilnehmerrekord sowie einen neuen Besucherrekord auf. Erstmals fand ein olympischer Fackellauf statt und im neuen Medium Fernsehen waren ausgewählte Wettkämpfe zu sehen.

Die Vergabe der XI. Olympischen Spiele erfolgte noch an das Berlin der Weimarer Republik, aber mit der Machtergreifung Hitlers im Januar 1933 änderte sich die politische Situation grundlegend und so eröffnete der Diktator Adolf Hitler seine Spiele von Berlin.

Am 1. August 1936 eröffnete Adolf Hitler im neu erbauten Berliner Olympiastadion vor 100.000 Zuschauern die XI. Olympischen Spiele. Mit gewaltigem Propaganda-Aufwand gelang es den Nationalsozialisten, im Verlauf der Spiele das Bild eines friedliebenden, weltoffenen Deutschlands zu inszenieren. Es war das letzte »Fest der Nationen« vor dem Zweiten Weltkrieg.

Hitlers Spiele: Olympia 1936 in Berlin

Hitlers Spiele: Olympia 1936 in Berlin


Hitler nutzte die Spiele, um zum einen der Weltöffentlichkeit ein strahlendes Deutschland zu präsentieren, welches als Kulturnation den Weg aus der Isolation beschreiten wollte. Auf der anderen Seite waren die Olympischen Spiele das richtige Instrument, um das eigene Volk hinter den Führer zu stellen und für die Politik der Nationalsozialisten zu begeistern. Um das umzusetzen wurden umfangreiche Propagandamaßnahmen vor und während der Spiele durchgeführt. Der dabei betriebene Aufwand war so groß, dass die Spiele von Berlin nicht nur in sportlicher Hinsicht als „Spiele der Rekorde“ in die Geschichtsbücher eingingen.

Herausragender Sportler der Tage von Berlin war der amerikanische Leichtathlet Jesse Owens, der bei der Olympiade in Berlin gleich vier Goldmedaillen gewann. Erfolgreichster deutscher Athlet war Konrad Frey. Der Kunstturner errang drei Goldmedaillen, eine Silbermedaille und zwei Bronzemedaillen. Neben der sportlichen Bedeutung waren die beiden im Deutschen Reich stattfindenden Winter- und Sommerspiele 1936 besonders dadurch gekennzeichnet, dass sie von Hitler und der NSDAP dazu instrumentalisiert wurden, den NS-Staat im Ausland positiv darzustellen, während im Inland die NS-Propaganda vorwiegend die Leistungen der deutschen Olympiateilnehmer und -sieger hervorhob.

Die Wettkampfstätten in Berlin und Umgebung verteilten sich über die damaligen Bezirke Charlottenburg, Köpenick, Spandau, Wilmersdorf und den Landkreis Osthavelland in der Provinz Brandenburg. Das zentrale Gelände wurde „Reichssportfeld“ genannt und vereinte die größten Sportanlagen. Die Errichtung des Reichssportfeldes kostete etwa 77 Millionen Reichsmark.

Das Zentrum der Sportanlagen bildete das Berliner Olympiastadion, das 100.000 Zuschauern Platz bot und eine 400 Meter lange Aschenbahn hatte. Dort wurden die Wettbewerbe in der Leichtathletik, die Springwettbewerbe im Reiten, im Feldhandball und die Spiele im Fußball ab dem Halbfinale ausgetragen. Außerdem fanden dort die Eröffnungs- und die Abschlusszeremonie statt. Die Vor- und Zwischenrundenspiele des olympischen Fußballturniers wurden im Poststadion, im Mommsenstadion und im Stadion am Gesundbrunnen (der „Plumpe“) ausgetragen. Die Feldhandballwettbewerbe nutzten auch das Polizeistadion und den BSV-Platz.

Das direkt neben dem Olympiastadion gelegene Schwimmstadion war Austragungsort für die Schwimmwettbewerbe und die Wasserballspiele. Es hatte 18.500 Zuschauerplätze und ein Schwimmbecken in der Größe von 50 Meter × 20 Meter. Für das Wasserspringen stand ein 20 Meter × 20 Meter großes Sprungbecken zur Verfügung.

In der Deutschlandhalle, die 20.000 Zuschauern Platz bot, fanden die Wettbewerbe im Gewichtheben, Ringen und Boxen statt. Das Hockeyturnier wurde in einem eigens für die Spiele erbauten Hockeystadion ausgetragen, das ebenfalls 20.000 Zuschauerplätze hatte. Die Wettbewerbe im Fechten wurden an verschiedenen Orten im Sportforum ausgetragen: im Kuppelsaal des Hauses des deutschen Sports, im Hockeystadion sowie auf den Tennisplätzen. Auch die Basketballspiele fanden auf den Tennisplätzen des Reichssportfeldes statt.

Die Reitwettbewerbe wurden an den verschiedensten Lokalitäten durchgeführt. So fand das Dressurreiten auf dem Maifeld und auf dem Truppenübungsplatz in Döberitz statt, wo sich auch das Olympische Dorf befand, der Geländeritt auf der Jagdrennbahn Ferbitz. Die Schießwettbewerbe fanden in Berlin-Wannsee auf dem Schießplatz der „Deutschen Versuchsanstalt für Handfeuerwaffen“ statt. Außerdem war der Schießplatz Ruhleben der Austragungsort der Schießwettbewerbe des Modernen Fünfkampfs.

Literatur:

Hitlers Spiele: Olympia 1936 in Berlin

Hitlers Spiele: Olympia 1936 in Berlin von Armin Führer

Nationalsozialistische Propaganda bei den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin

Nationalsozialistische Propaganda bei den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin von Jan Erchinger

Samstag, 14. Februar 2026

Über die allgemeine Versorgung mit Krankenhäusern

Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Gang einer Station

Ein kurzer Weg ins Krankenhaus kann Leben retten. Sollten also die kleinen und oft defizitären Kliniken in ländlichen Regionen erhalten werden? Oder braucht es weniger, aber dafür große, spezialisierte Häuser?

Patienten brauchen für die medizinische Versorgung ein qualitativ hochwertiges Krankenhaus, welches im Notfall schnell und sicher zu erreichen ist. Nicht die angebotenen Leistungen einer Krankenhausverwaltung sollten im Mittelpunkt stehen, sondern die Qualität der medizinischen Versorgung.

Dabei sollte stets die Qualität mit abgesicherter Routine im Vordergrund stehen, heißt, eine OP (Prozedur) sollte von einem erfahrenen Arzt durchgeführt oder beobachtet werden.
Hier spielt die Quantität der Operationen eine mit entscheidende Rolle für die Qualität. Je mehr Operationen in einem bestimmten Bereich (z.B. Kardiologie) erfolgreich durchgeführt werden, desto erfahrener der Operateur, was gut ist für den Patienten, weil es zur einer Fehlerminimierung beiträgt.

Jede Stadt sollte ein Krankenhaus zur Verfügung haben, und zwar als Versorgung der Allgemeinmedizin und auch Innere Medizin, und auch Urologie, und auch für Demenzerkrankte oder Alzheimererkrankte. Wie groß die jeweilige Station sein muss, müsste dann im Bedarfsfall jedes Krankenhaus ermitteln.

Das Land bzw. die ländliche Region braucht dabei eher Krankenhäuser nach Art einer Poliklinik mit erfahrenen Operateuren in vielen Bereichen, weil das spart Zeit und rettet Leben. Nicht jedes kleine Krankenhaus mit geringen Fallzahlen und Operationen ist mangels Erfahrung ein gutes Haus.

Die medizinische Versorgung der Bevölkerung ist eben keine volks- bzw. betriebswirtschaftliche Diskussion sondern eine Diskussion darum, was uns Gesundheitsfürsorge Wert ist. Der Kardinalfehler war, Gesundheitsversorgung betriebswirtschaftlichen Maßstäben und Entscheidungsstrukturen zu unterwerfen und das hat uns in das Dilemma gebracht, dass nicht das geleistet weden kann, was wir brauchen während die dort Beschäftigten maximal ausgebeutet werden ohne Sinn für Nachhaltigkeit.

Man darf ein Krankenhaus ncht nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten führen. Es ist doch nicht hinnehmbar, daß beispielsweise in Corona-Zeiten die Zahl Intensivbetten kontinuierlich abgebaut wurden nur um dem jeweiligen Krankenhaus eine Auslastung an der Kapazitätsgrenze (und damit Mittelzufluss) zu garantieren. Hier sollte eine massive staatliche Unterstützung erfolgen die sich an den medizinischen Notwendigkeiten und nicht an wirtschaftlichen Gesichtspunkten orientiert.

Der turbokapitalistische Neoliberalismus hat überall seine Spuren hinterlassen - aber im Gesundheitswesen hat er überhaupt nichts verloren. Das heißt überhaupt nicht, dass man nicht gut wirtschaften sollte.

Samstag, 7. Februar 2026

Olympische Winterspiel eröffnet

Olympische Winterspiele

Unter dem Motto "" versuchen die sischen Gastgeber, sich bei der Eröffnungsfeier mit einer bunten und technisch aufwendigen Show im Olympiastadion als modern, weltoffen und friedlich, aber auch selbstbewusst zu präsentieren.

Nach der Absage von Stockholm, Helsinki und München sind die Olympischen Winterspiele 2015 vom IOC an und an als Austragungsland vergeben worden. Die Olympischen Winterspiele sind in Europa längst ein Auslaufmodell. China ist jedoch ein Land ohne jegliche Wintersporterfahrung und daher keine erste Wahl. - Menschenrechte, Umweltschutz, Nachhaltigkeit sind in kein Thema

Wie sieht die Zukunft der Olympischen Winterspiele aus, wenn viele Traditionsorte in den Alpen wie Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck, Chamonix längst abgewunken haben, weil die Winterspiele dort in den engen umgebenden Tälern eine zu hohe Belastung für die Natur darstellt und sich nicht gegen den Willen der Bevölkerung, die einen zu tiefen Eingriff in die Natur und die dauerhafte Vernichtung von wertvollen Landwuirtschaftsflächen fürchtet, ausrichten lässt.