Der Blogger, der sagt, was er denkt, wurde von einem saudi-arabischen Strafgericht wegen "Beleidigung des Islam" angeklagt und verurteilt. Raif Badawi erhielt bei einer öffentlichen Auspeitschung auf einem Platz vor der Al-Jafali-Moschee im saudi-arabischen Dschidda 50 Hiebe.
Daraufhin wurde die Vollstreckung weiterer Stockschläge verschoben, weil es Badawi sehr schlecht ging. Amnesty International hatte zudem internationale Mahnwachen für Badawi organisiert und zehntausende Unterschriften gegen die Auspeitschung gesammelt.
Zahlreiche westliche Demokratien reagierten entsetzt auf die drakonische Strafe, sogar Angela Merkel soll sich für Badawi eingesetzt haben. Man kann allerdings nicht sagen, daß hier ein Aufschrei für die Meinungsfreiheit stattgefunden hätte.
„Beleidigung des Islams“ ist der Paragraph, der den Hardcore-Muslimen erlaubt, jegliche Kritik zu unterdrücken und ihre Ideologie als die einzige Interpretation des Korans und des wahren Glaubens darzustellen. Wer der Beleidigung des Islams schuldig ist, kann auch ganz ohne Prozess ermordet werden.
Das widerfuhr den Zeichnern von Charlie Hebdo, deren Mördern aus den Banlieus von Paris stammten, aber indoktriniert wurden von wahabitischen Theologen aus Saudi-Arabien und dem islamischen Staat.
Überhaupt ist das so eine Sache mit der Meinungsfreiheit: Entweder sie wird offen verlogen oder ideologisch uminterpertietiert - wie im Falle des gewaltsamen Todes der Mitarbeiter von Charlie Hebdo oder sie wird offen und repressiv unterdrückt - wie im wahabitischen Saudi-Arabien.
Weblink:
1000 Peitschenhiebe: Weil ich sage, was ich denke von Constantin Schreiber und Raif Badawi
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.