Samstag, 2. November 2019

»Klare, lichte Zukunft« von Paul Mason


Klare, lichte Zukunft

Paul Mason, geboren 1960 in Leigh, ist ein englischer Autor und vielfach ausgezeichneter Fernsehjournalist. Er arbeitete lange für die BBC und Channel 4 News und schreibt regelmäßig für die britische Zeitung »Guardian«. Der radikale Humanist Paul Mason sagt von sich selbst: »Ich bin Marxist und der Marxismus ist ein radikaler Humanismus, ich schreibe von radikalem Humanismus, weil wir überall mit Angriffen auf die Repräsentation auf die demokratischen Institutionen konfrontiert sind. Überall werden die demokratischen Prinzipien, der Rechtsstaat und die Menschenrechte schwächer, nichts ist mehr, wie wir es bisher kannten.«

Paul Mason fordert eine neuen Humanismus für Europa ein.
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Der Gebrauch der technischen Kontrolle hat sich völlig verändert, wir verlieren unseren Wunsch nach demokratischer Teilhabe, nach Repräsentation, haben keinen Respekt mehr vor der Demokratie. Im Vordergrund stehen Anbetung der Märkte, das Funktionieren des automatischen Systems, eine funktionale Wissenschaft, geleitet nach eben diesen Interessen.

Wenn man von der Linken aus dagegen kämpfen will, dann muss man deutlich machen, dass es zuerst um den Menschen, um menschenzentrierte Werte geht!

Die Massen sind leicht zu beeinflussen und lassen sich von den Mächtigen beeinflussen und lenken. Es gibt eine neue Allianz von Elite und Mob. Die alten Eliten haben ein Interesse daran, Chaos zu stiften und die Demokratie zu stürzen, behauptet Paul Mason. Er erinnert dabei an Hannah Arendt, die den Faschismus als temporären Zustand der Herrschaft ?   bezeichnet hatte

Interessante Gedanken auch über Trump und warum die Eliten ihn brauchen, speziell die Pro-Chaos-Fraktion, und wie sie mit Trump schnelles Geld verdient. Die neue Allianz von Elite und Mob dank Trump im interessanten historischen Vergleich mit preußischen Junkern in Allianz mit deutschen Kleinbürgern, die die Fortschritte der Weimarer Republik stoppen wollten und gemeinsam Hitler an die Macht spülten.

Und so richtet Mason das Buch an Konservative, die noch nicht nach rechts abgedriftet sind. Aber auch für alle anderen sind viele Gedanken hochinteressant, beunruhigend, spannend und clever, hier abschließend ein schönes Beispiel, das die Hauptaussage des Buches auf den Punkt bringt:

»Wenn ich automatische Autos, künstliche Intelligenz und Lernende Maschinen nutzen will, dann muss man die nützlichen Maschinen in den Dienst der Menschen stellen! Und sie nicht benutzen, um die Menschen zu beherrschen, wie das bis jetzt geschieht, und das geht nicht anders, als vor dem Horizont eines radikalen Humanismus!«

Literatur:


Klare, lichte Zukunft
von Paul Mason

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