Sonntag, 5. Juli 2015

Das griechische Volk soll über den Sparkurs entscheiden

Wahlplakate vor dem Referendum in Griechenland
"Nai" oder "Oxi" - heute werden die Griechen entscheiden. Akzeptieren sie die Sparpläne der Gläubiger, oder erhoffen sie sich ausgerechnet durch ein Nein eine bessere Verhandlungsposition gegenüber den Geldgebern? Nach den ergebnislosen Verhandlungen über weitere Finanzhilfen ist in Griechenland nun Volkes Stimme gefragt. Die Menschen sollen in einem Referendum darüber abstimmen, ob sich das Land strengen Sparvorgaben beugt oder den internationalen Gläubigern weiter die Stirn bietet. Bereits am frühen Morgen haben überall im Land die Wahllokale geöffnet. Regierungschef Alexis Tsipras warb bis zuletzt eindringlich für ein Nein zu den Auflagen von Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank (EZB ) und EU-Kommission. Sein Finanzminister Yanis Varoufakis warf den Gläubigern in einem Interview mit der spanischen Zeitung "El Mundo" sogar "Terrorismus" vor. Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen voraus. Gegner und Befürworter eines strikten Sparkurses in Griechenland kämpfen mit immer schrilleren Tönen um Stimmen beim umstrittenen Referendum am Sonntag. Drei Tage vor der Volksabstimmung kündigte der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis seinen Rücktritt für den Fall an, dass die Griechen mehrheitlich „Ja“ sagen zu den Sparforderungen der Geldgeber. Die griechische Regierung baut den deutschen Finanzminister zum Feindbild in ihrem Wahlkampf auf. „Seit fünf Jahren saugt er euer Blut – sagt Nein zu ihm“, steht auf dem Wahlplakat in Athen. Sollte das Referendum nicht wie gewünscht ausgehen, droht Gianis Varoufakis mit Rücktritt.

Kommentare:

  1. Diese Abstimmung ist schlicht lächerlich. Eher sollten die Banken darüber abstimmen, ob sie den Griechen weiter Geld leihen wollen.

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  2. Mal wieder spricht die Ahnungslosigkeit. Ich habe noch vor einigen Jahren bei einem großen Versicherer gearbeitet und weiß daher sehr gut, dass man sehr viel in den griechischen Bankrott investierte und besonders erstaunlich fand ich auch einige verfassungswidrige interne Rundschreiben.

    Man hat Unsummen in den Bankrott Griechenlands investiert. Vielleicht ist diese Abstimmung lächerlich, aber angesichts von Investitionen, die gezielt den Niedergang einer ganzen Nation herbeiführen will, das einzige, was die Griechen tun können.

    Hättest Du nur ein wenig Ahnung vom Kapitalmarkt, dann wüsstest Du, dass man mit dem Bankrott eines Unternehmens genauso viel verdienen kann wie mit dem Aufbau. Nur ist es eben leichter, ein Unternehmen zu zerschlagen, als eines aufzubauen. Für Investoren besteht kein Unterschied, ob es sich um ein Land oder ein Unternehmen handelt. Sie behandeln beides auf gleiche Weise. Ob man nun Griechenland oder Grohe ruiniert, ist da vollkommen gleichgültig. Allerdings lässt sich bei einem Land weit mehr Gewinn erziehlen, als bei einem Unternehmen.

    Griechenland hat nur das Pech, dass es zu klein ist, um sich vor solchen Investoren zu schützen, da diese über eine Macht verfügen, dass sie sogar Deutschland in die Knie zwingen könnten. Sobald Griechenland fällt, ist eines sicher: Nichts mehr! Denn dann haben die Investoren so viel Geld verdient, dass sie selbst die vollkommene wirtschaftliche Vernichtung Deutschlands finanzieren könnten. In dem Fall aber das geschähe, gäbe es eine neue Weltregierung.

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  3. Man muß die Banken nicht mögen. Aber eines steht fest: Banken lieben es, wenn Schuldner ihre Schulden zahlen, und hassen es, wenn sie das nicht tun. Im ersteren Fall sind sie auch gern bereit, weiter Geld zu leihen, im letzteren nicht. Das ist das simple, einfach Faktum, das der griechischen Krise zu Grunde liegt, das aber von allen Seiten mit Wortschwällen zugedeckt wird. Und da liegt dein Problem. Du mußt begreifen, daß Worte Worte sind, und nicht mehr. Ideen sind nicht Realität. Die Realität schert sich einen Druck darum, was du denkst. Die macht, was sie will, nicht was du willst.

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  4. Was Du schreibst, ist das klassische Verständnis von Banken, gilt aber nur auf unterster Ebene und auch nur bedingt. Nur bedingt gilt es deshalb, wenn man von der klassischen Geldwirtschaft ausgeht, nach der jede Bank ihre Einlagen im Tresor verwahrt und auch nur aus den Einlagen Darlehen vergibt. Aus dieser längst vergangenen Ära gilt die Regel, dass man zehn Prozent des eingelagerten Geldes zehn Prozent als Rücklage zu behalten habe und neunzig Prozent als Darlehen vergeben werden dürfen.

    Allerdings leben wir nicht mehr im monetären, sondern im giralen Zeitalter und da wird diese Regel anders gedeutet.

    Nach der monetären Bankwirtschaft bringst Du 1000 Euro zur Bank und die Bank darf von diesen 1000 Euro genau 900 Euro als Darlehen vergeben und muss zehn Prozent, also 100 Euro als Reserve einbehalten.

    Nach der giralen Bankwirtschaft (in der nicht mehr echtes Geld ein- und ausbezahlt wird, sondern Buchgeld) wird die Zehn-Prozent-Regel so gedeutet, dass Du 1000 Euro zur Bank bringst und die Bank dieses Geld zur Sicherung einbehält und 9000 Euro Darlehen vergibt, die noch nicht einmal existieren.

    Nach Deinem Satz kann die Bank nur verleihen, was sie auch hat. Die Banken haben aber ausnahmslos Geld verliehen, das sie gar nicht hatten. Die Griechenlandpleite hätte beinahe offenbart, dass die Banken zwar nicht gegen den Wortlaut des Gesetzes verstoßen haben, sondern gegen den Sinn desselben.

    Und genau das ist die Realität, der Du Dich verschließt und die man Geldschöpfung nennt. Das weiß nahezu jeder halbwegs gebildete Banker und kann es Dir bestätigen. Das was Du tust, ist, Du lebst in einer längst vergangenen Realität, was ich Dir als Historiker ja nicht übel nehmen kann, aber es Disqualifiziert Dich in jeglicher Weise in politischen Fragen qualifiziert Stellung beziehen zu können.

    Es ist aber immer bezeichnend, dass Menschen ihren eigenen Realitätsverlust anderen zuzuschreiben. Du hast Recht, Worte sind Worte. Sobald sie zu Gesetz geworden sind, sind es nicht mehr nur Worte, sondern verbindliche Handlungsanweisungen. Auf diese Weise sind Gesetze in der Lage, Dein Leben maßgeblich zu beeinflussen. Ob Du das jetzt wahrhaben willst oder nicht. Und der Kontostand auf Deinem Kontoauszug oder wo auch immer Du in abfragst, das sind auch nur Zahlen. Oder glaubst Du wirklich, dass Deine Bank das Geld im Keller lagert?

    Was glaubst Du, warum die EZB zusetzliche Geldmittel in Höhe von rund 2.000.000.000.000 Euro auf den Markt geworfen hat? Wegen Griechenland? Das sind nur zehn Prozent der Summe. Das geschah, um wenigstens einen Teil des fiktiven Geldes, das Giralgeld, mit realem Geld zu unterfüttern, weil sonst nahezu halb Europa in denselben Abgrund stürzen würde, wie es Griechenland seit einer Weile droht.

    Im Übrigen bestätigt die EZB, dass man Griechenland auf einen Schlag die gesamten Schulden erlassen könnte, ohne dass irgendjemand einen Euro verlöre, weil dieses Geld gar nicht existiert und daher gar nicht verloren gehen kann. Einen Wert hat das Giralgeld nämlich nur, solange jemand so dumm ist und sich verpflichtet einen Betrag echten Geldes anstelle des Giralgeldes aufzuwenden.

    Ich darf Dir beispielsweise eine Forderung zukommen lassen, die vollkommen unrechtmäßig ist. Und Du bist zur Bezahlung sogar verpflichtet, sofern Du keine rechtlichen Schritte dagegen unternimmst. Ich muss nur die rechtlichen Bedingungen kennen (alles nur Worte) und beispielsweise ein wenig über Dich wissen (beispielsweise wann Du im Urlaub bist), dann kann ich es so einrichten, dass Du rechtskräftig zur Zahlung einer Summe X verpflichtet bist, die ursprünglich vollkommen Rechtswidrig gewesen wäre, aber dann doch rechtlich bindend ist.

    Im Falle Griechenlands ist genau das mit 75 Prozent der gesamten Schulden geschehen. Man könnte sagen, Griechenland wurde übervorteilt, weil jene die es verhindern hätten sollen, es gerade erst herbeigeführt haben. 75 Prozent der griechischen Schulden sind durch Straftaten entstanden.

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  5. Das ist weitgehend richtig, was du schreibst. Herr Draghi könnte einfach die entsprechende Summe in den Computer in der Europäischen Zentralbank eintippen, dann die Enter-Taste drücken und die Griechen hätten das Geld, das ihnen fehlt. Aber, leider, leider, hat dieses Verfahren ein Risiko und eine Nebenwirkung, namens Inflation. Man muß es Draghi lassen, bisher hat er das im Griff. Aber da er kein Dummkopf ist, weiß er, daß man das nicht übertreiben darf. Man kann nicht den Euro entwerten, um die griechischen Schulden zu bezahlen. Ergo müssen die Griechen bluten. Das ist das kleinere Übel.

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  6. Das ist doch Schmarrn. Die Banken brauchen nicht abstimmen, sind doch unabhängige Unternehmen. Können tun und lassen was sie wollen. Unveranwortlich ist es lediglich, den Banken aus ihrem Tun heraus entstandene Verluste zu ersetzen, wobei auch gleichzeitig alle möglichen EU Verträge absichtlich verletzt .

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  7. Gut, mit Griechenland reagiere ich mittlerweile etwas allergisch.Warum läßt man nicht einfach die Griechen Griechen sein?

    Für die von uns aufgehäuften Staatschulden haben wir ja auch noch nicht die Rechnung präsentiert bekommen!!
    Ist die griechische Rente unverschämter als unsere Pension ?

    Der Druchschnisttsrenter wurde hier im Lande im Gegennsatz zum Pensionär erheblich gerupft. Wir sind ja auch nicht in der Lage uns von innen heraus zu reformieren.

    Das man den Großbanken soviele Millarden in den Allerwerten geschoben hat, hängt auch damit zusammen, das unser Zahltag möglichst weit in die Zukunft verschoben werden soll.

    Es wurde auch noch kein Staat dauerhaft durch 0% Zins reformiert, saniert. Dafür ist schon ein angemessener Zins erforderlich. Denn nur der kann eine Mittelverschwendung zumindest teilweise verhindern.

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  8. Von mir aus können die Griechen machen, was sie wollen. Die Frage ist lediglich, ob sie ihre Schulden zahlen oder nicht. Vermutlich nicht, aber irgendwann kommt der Moment, wo das klar gesagt werden muß.

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  9. Was Du sagst, ist falsch. Genau das was Du der Inflation wegen ablehnst, hat die EZB getan. Sie hat die Druckerpressen angeworfen und den Euro radikal entwertet. Aber was solls. Du drehst Dir eh alles was ich sage so hin, wie Du es brauchst. Nur mit Realität hat das nichts zu tun.

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  10. Du mußt das locker sehen. Die deutschen Philosophen beschweren sich seit jeher, daß niemand sie versteht. Du stehst also in einer großen Tradition.

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  11. Das ist es ja, was nahezu die ganze Welt erstaunte, dass gerade in Deutschland solch ein Verbrechen wie das der Nazis geschehen konnte, weil dieses auch nicht einmal im Entferntesten hätte geschehen können, wenn man die eigenen Philosophen verstanden hätte.

    Gut, dann stehe ich also in einer gewissen Tradition und Du definitiv in einer gänzlich anderen. Du stehst aus meiner Sicht in einer typisch deutschtümlichen Tradition, wohingegen ich mich nicht als deutschen Philosophen verstehen würde.

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