Samstag, 6. August 2016

Eröffnung der Olympischen Spiele mit bunter Party und einem Pfeifkonzert

Der frühere brasilianische Langstreckenläufer Vanderlei de Lima entzündete das Olympische Feuer im Maracana-Stadion.


Spektakel, Feuerwerk, Einlauf der Athleten - mit einer Show vor 50.000 Zuschauer sind die XXXI. Olympischen Spiele in Rio de Janeiro eröffnet worden - doch auch bei der großen Party im Maracana-Stadion zeigte sich die politische Krise in Brasilien.

Das hat es so bei einer Olympischen Eröffnungsfeier noch nicht gegeben. Ein hochnotpeinliches Pfeifkonzert wird für den ersten Mann im Staat zum Debakel: Ein Kontrast zur unbändigen Lebensfreude und grandiosen Musik dieser Stadt, die bei der Maracanã-Show verzaubert.

Um 4.26 Uhr MESZ hat Michel Temer seinen großen Auftritt. Er soll laut Programm nur 40 Sekunden dauern. Brasiliens Interimspräsident muss sagen: »Ich erkläre die Spiele von Rio de Janeiro zur Feier der XXXI. Olympiade für eröffnet«. - Aber für immer wird mit ihm nun verbunden sein, dass Temer es wohl gesagt hat, aber seine Worte in einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert im Maracanã-Stadion untergegangen sind.

Bei den Menschen hat endlich ein Umdenken stattgefunden, wie man ja schon bei der lustlosen Fussball-EM beobachten konnte. Die Luft ist raus, und der Sinn dieser Veranstaltungen sollte gründlich überdacht werden, sonst heißt es irgendwann einmal: "Stell Dir vor, es ist Olympia, und niemand geht hin."

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