Mittwoch, 18. März 2015

Heftige Proteste gegen die Eröffnung des EZB-Neubaues

Proteste gegen EZB

Das war nicht eben unbedingt eine willkommene Eröffnung für die "Herren des Geldes" im EZB-Neubau im Frankfurter Ostend. Bei »Blockupy«-Protesten kam es zu Ausschreitungen, Krawallen und Tumulten in Frankfurt.

Am Morgen hatte es heftige Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei gegeben. heftigste Gewalt am Morgen flauten die Frankfurter Proteste gegen das neue EZB-Gebäude im Tagsverlauf wieder etwas ab.

Proteste gegen EZB

Mit gezielten Aktionen hat die »Blockupy«-Bewegung in Frankfurt gegen die Allmacht der Notenbank demonstriert, wobei die Aktivisten die Zugänge zum EZB-Neubau versperrt haben.

Proteste gegen EZB

Rund um das EZB-Gebäude im Ostend ist es anläßich der Neueröffnung zu Tumulten und offensichtlich auch zu Bränden gekommen. Demonstranten beherrschten die Szene rund um den EZB-Neubau. In der Frankfurter Innenstadt kam es vor einer Polizeiwache zu Brandanschlägen. Drei Polizei-Autos gingen bei Anschlägem in Flammen auf.

Die Polizei führte auch die Linkspartei-Angeordneten Katja Kipping und Janine Wissler aus dem Kessel. Die Frauen hatten sich schützend vor die Demonstranten gestellt.

Weblink:

Blockupy - Wikipedia.org

Blog-Artikel:

Blockupy, wie es war - Jan Moewes - jan-moewes.blog.de

Blockupy Frankfurt. Ein Desaster! - Maras Welt - maras-welt.blog.de

Kommentare:

  1. Ich bin etwas irritiert. Dem Vernehmen nach wird in dem Gebäude schon lange gearbeitet. Hätte man sich diesen Festakt mit den vorhersehbaren weil angekündigten Begleiterscheinungen nicht schenken können? Oder gibt es außer dem Demonstrationsrecht auch eine Pflicht zur Schaffung von Demonstrationsanlässen?

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  2. Grundgesetz Art. 20

    Der Artikel 20 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland normiert die rechtliche Grundordnung Deutschlands. Inhalt sind Verfassungsgrundsätze und das Widerstandsrecht. Dieser Artikel darf in seinem ursprünglichen Bestand (Absätze 1 bis 3) und Sinngehalt nicht verändert werden.[1] Absatz 4 wurde durch die Notstandsgesetze eingeführt; für ihn gilt die Unabänderlichkeit nach heute allgemeiner Meinung in der Staatsrechtslehre nicht.[2]

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  3. Ich danke für die freundliche Belehrung, aber ich bin wohl missverstanden worden. Demonstrationen sind eine Form der freien Meinungsäußerung. Die wollen wir uns nicht nehmen lassen, und es ist gut, dass dieses Recht im Grundgesetzt verankert ist. Im gerade gehabten Fall allerdings war vorauszusehen, dass es zu heftigen (und absolut inakzeptablen!) Ausschreitungen kommen würde, und da frage ich mich eben, ob es eine Verpflichtung seitens der EZB gab, die blödsinnige Eröffnung als Steilvorlage zu bieten. Warum nicht einfach ein Haus beziehen, darin arbeiten, und gut ist? Da sind wieder eine Menge Steuergelder draufgegangen - einerseits für die Feierlichkeiten, mehr aber noch auf Grund des angerichteten Schadens.

    Und um noch was Ketzerisches zu sagen (anderes Thema aber dasselbe Problem): Ich habe auch nie verstanden, warum Kastortransporte großartig angekündigt werden mussten. Ich fand es nämlich nicht gut, einen solchen Gefahrgut-Transport derartig lange aufzuhalten. Vielleicht sollte sich die deutsche Demo-Szene mal von der Vereinigung Cockpit oder von der GDL coachen lassen, wie man möglichst effektiv Abläufe stört - ohne Verletzte. Aber ich fürchte, genau darum geht es: RANDALE.

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  4. die ausschreitungen beinhalten für mich bereits 2 inhalte:
    sie SIND so heftig, wie der AUSLÖSER-grund dafür und somit angemessen
    UND
    die ankündigung kann sehr wohl beabsichtigt sein von den EU-machern zum zwecke der demonstration, wie unsicher die zeiten sind und wie notwendig darob 'notstands-gesetze' u.ä. sind zum erweiterten zwecke der kontrolle übers VOLK/VOLKER

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  5. Grundsätzlich lässt sich hier feststellen, dass die Demonstration legal und berechtigt ist, aber sie muss friedlich bleiben.

    Bleibt sie das nicht, wie in Frankfurt am Mittwoch, gerät auch die Blockupy-Bewegung in eine Legitimationskrise für ihren berechtigten Protest gegen das Bankensystem.

    Die Bewegung übt sich nun im Spagat zwischen berechtigtem Protest und den unkalkulierbaren Folgen im Zuge der Auschreitungen.

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  6. Da bist Du ja ganz einer Meinung mit den Sprechern des Blockupy-Bündnisses, die auch deutlich sagen, dass sie sich von der Gewalt nicht distanzieren. Ich bin halt anderer Meinung.

    Worin ich Dir zustimme: Es ist schon auffällig, wie wenig versucht wird, solchen Ausschreitungen keine Bühne zu bieten bzw. vielleicht sogar versucht wird (oder billigend in Kauf genommen wird) sie zu provozieren. - Das wäre aber ein Grund mehr für intelligenten Protest und gegen Randale.

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  7. In diesem Spagat droht Blockupy die Balance zu verlieren, wie ich heute der SZ entnehme. Man distanziert sich eben nicht.

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  8. ich weiss nicht wer alles WAS sagt

    'die ausschreitungen beinhalten für mich bereits 2 inhalte' =
    ICH hab 2 fakten aufgezählt, die zur emotionalen reaktionen und der LENKUNG der emotionen führen konnten.
    UND
    massenrektionen tendieren leicht einmal zur emotionalen reaktion.
    'Das wäre aber ein Grund mehr für intelligenten Protest und gegen Randale.' ... braucht mehr stützung.

    es wundert mich nicht, wenn in unserer zeit von LÜGEN und BETRÜGEREIEN der politik und diverser vernetzter mächtiger die proteste schnell einmal emotional werden können.
    die irrungen und wirrungen heutzutage sind schwerer zu ertragen und entfernt von intelligent durchzustehen.

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