Dienstag, 8. September 2015

Franz Josef Strauß und die Kunst der Beschimpfung

Franz Josef Strauß


Der bayerische Ministerpräsident Strauß galt als ausgezeichneter und schlagfertiger Redner, der auch ohne Papier die Menge begeistern konnte.

Franz Josef Strauß war aber auch ein begabter und unterhaltsamer Redner, der richtig austeilen konnte. So schön hat uns nie wieder einer beschimpft. Er lieferte treffsichere Pointen und verbale Kanonden bis hin zur Ausfälligkeit. Er war ein Politiker, der scharf analysierte, eine konsequente Meinung vertrat und polarisierte.

»Jede Partei hat Wähler, die sich von keiner
Dummheit der Parteiführung vertreiben lassen.«






Strauß war ein meinungsstarker Agitator mit hohem Unterhaltungswert - allerdings auch von einer gewissen Rüpelhaftigkeit. .

»Was ist denn das für eine Partei? Das ist doch ein Sauhaufen, aber keine Partei.«

über die SPD
Der bayerische Ministerpräsident Strauß galt als ausgezeichneter und schlagfertiger Redner, der auch ohne Papier die Menge begeistern konnte.

»Der Kanzler täusche und lüge,
rede rüpelhaftes Geschwätz im Reeperbahnnstil, leide wie die
gesamte SPD an geistiger Stuhlverstopfung.«
über Helmut Schmidt


Er war ein Politiker, der scharf analysierte, eine konsequente Meinung vertrat und polarisierte. Strauß war vor allem ein Machtpolitiker mit zweifelhaftem Demokratieverständnis.



Zuweilen lief er auch zur kabarettreifen Höchstform auf.





Franz Josef Strauß verstand es immer wieder trefflich, Freund wie Feind in höchste Wallung zu versetzen. Viele hassten ihn. Den Atom-Fanatiker, den kalten Krieger, den Diktatoren-Freund. Klar! Die anderen liebten ihn. Und wie! Keiner hat je so polarisiert. "Strauß ist ein Kraftwerk mit den Sicherungen eines Kuhstalls", sagt Egon Bahr. Strauß war auch ein Mann mit klarem Feindbild. Seine Schwarz-Weiß-Malerei verliensiene Reden eine zusätzliche Kolorierung:

"Die rote Unterwanderung unserer Funk- und Fernsehhäuser hat ein Ausmaß angenommen, dass für die Zukunft unserer Gesellschaftsordnung zu ernstesten Sorgen Anlass gibt.""Scheinbare Vornehmheit, staatsbürgerliche Noblesse und dahinter kommt die Demagogie des verleumdenden Jakobiners.""Sie wollen doch Diktatur, sie wollen doch Terror, sie wollen doch ein marxistisches Gesellschaftssystem."
"Er war oft ein entsetzlicher Langweiler. Man muss das einfach so sagen. Besserwisser, Belehrer, hat sich als Mentor der Nation aufgeführt", sagt der Strauß-Experte Jürgen Roth. "Ich bin nicht hoffertig und überheblich", beschrieb sich Strauß selbst. "Aber es ist beinah so wie früher, wenn der Monarch kam."

Weblinks:

Franz Josef Strauß - ttt - - titel, thesen, temperamente - www.daserste.de

Parlament der Eierkrauler, Hodentöter, Übelkrähen - Die Welt www.welt.de

1 Kommentar:

  1. In dieser Ära gab es wenigstens noch Charaktere!!!
    Bahr, Wehner, Brandt, Schmidt und viele mehr.
    Danach haben Die Grünen das Parlament aufgemischt. Heute: selbstverliebte Trantüten (ausser vielleicht Seehofer, dessen Meinung ich selten teile, der aber wenigstens das Maul aufmacht), die ggf. ihrem Schatten-Parlament in der EU die schwarzen Peter zuschieben. Hauptsache das Salär stimmt.
    Ekelhaft, und...UNWÄHLBAR!

    AntwortenLöschen