Mittwoch, 2. September 2015

Gauck unterteilt in „Hell- und Dunkeldeutschland“

Bundespräsident Gauck Zeichen will ein Zeichen setzen gegen Rassismus nd Fremdenfeindlichkeit und unterteilt dabei schon mal in „Hell- und Dunkeldeutschland“. Dies ist allerdings ein wenig hilfreiches Zeichen des Kontrastmalers Gauck, denn Schwarz-Weiß-Malerei nützt bei dem Flüchtlingsproblem wenig.

Leider stößt auch Bundespräsident Gauck nur in das bekannte Horn: Hell und Dunkel. Als ob es ein helles und dunkles Deutschland oder gar eine helle und dunkle Seite der Macht gäbe. Und was ist mit all den unzähligen Misch- und Grautönen dazwischen? Gibt es wirklich nur die beiden Alternativen: uneingeschränktes Willkommen aller Asylbegehrenden Migranten oder fremdenfeindliche Brandanschläge?

Was ist mit der Position, die offen ist für die wirklich politisch Verfolgten, die aber auch die Konsequenzen und Probleme nicht außer Acht lässt, die die derzeitigen unkontrollierten Einwanderungsströme mit sich bringen werden und auf Regulieren u. gesundes Einhalten von Grenzen pocht? Die sieht, dass Offenheit und Begrenzung zwei Seiten ein- und derselben Medaille sind?

Es wird Zeit, dass Deutschland sich noch ein weiteres Mal mit seiner Vergangenheit und dem eigenen großen Schuldtrauma auseinandersetzt. Dieses Trauma überschattet und verzerrt den Blick auf die Realitäten. Und diese bestehen immer aus sehr vielen Facetten. Aus Vor- und Nachteilen. Aus Verantwortung und Konsequenzen.

Kommentare:

  1. Also erstens kann man nicht einfach sagen, dass die Schuld jetzt einfach weg ist. Das Verhältnis der Deutschen zu Nationalismus und Patriotismus aber auch zu autokratischen Regierungsformen ist und sollte es auch für immer sein ein Ablehnendes. Der Deutsche Minderwertigkeitskomplex hat den Vorteil, dass Deutsche gelernt haben über Landesgrenzen hinweg zu denken. Das sollte auch so bleiben, auch wenn die Schuldgefühle völlig zu recht weniger werden dürfen.

    Warum man von den Amis keinen gesunden und offenen Umgang mit ihrer Vergangenheit verlangen kann. Ganz einfach, weil die ihrer Meinung nach von Gott ausgewählte Nation noch nicht soweit ist.

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  2. Es wird Zeit, dass Deutschland sich noch ein weiteres Mal mit seiner Vergangenheit und dem eigenen großen Schuldtrauma auseinandersetzt.

    ich weiss nicht, ob du das selbst meinst, oder beziehst du das auf gauck. ich persönlich bin da ganz anderer meinung! das reicht jetzt. drei generationen danach gibt es zu jener zeit absolut keine verbindung mehr. die deutschen hatten ihre schuld schon längst abgearbeitet.

    ausserdem: die amis. die sind durch ihre ganze geschichte um einiges üblere faschisten gewesen, als deutsche unter hitler. warum verlangt niemand von ihnen, dass sie sich mit ihrer verbrecherischen horror-geschichte auseinander setzen und ihre schuld einsehen?

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