Montag, 9. Mai 2011

Bin Laden hat ganz unbehelligt gewohnt

Osama Bin Laden

Jahrelang hat Osama Bin Laden ganz unbehelligt und abgeschirmt in einem Haus des pakistanischen Nobelortes Abottabad gelebt, ohne das seine Umgebung etwas von der Anwesenheit seiner Person gewußt hätte. Seine Anwesenheit war ein offensichtlich gut gehütetes Geheimnis. Denn ohne ein pakistanisches Unterstützer-Netzwerk und dessen Hilfe hätte er dort nicht jahrelang unbemerkt unter Schutz und Obhut leben können.

Ausgerechnet Informationen aus Folterverhören brachten die USA auf die Spur zu Osama Bin Laden. Die Fakten hierzu sind noch umstritten. Angeblich waren es die Verhöre mit Khalid Scheich Mohammed, der die Ausführung der Anschläge des 11. September 2001 geplant hatte, sowie seinem Nachfolger Abu Faraj al-Libi, die auf die Spur des Kuriers von Osama bin Laden und letztlich nach Abbottabad führten. Mohammed wurde im Jahr 2003 ganze 183 Mal einem Waterboarding unterzogen.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die USA ihre Terrorgefangenen in CIA-Gefängnissen auf der ganzen Welt foltern liess. Was bis vor kurzem noch als Schande galt, erlebt seit der vermeintlichen Tötung Osama bin Ladens neuen Aufschwung. Denn unter Folter erzwungene Aussagen sollen zum historischen Coup beigetragen haben. Konservative fordern darum die offizielle Wiedereinführung der Folter.

Weil Folterverhöre die USA auf die Spur zu Bin Laden brachten, lebt eine unselige Debatte neu auf: Führen Methoden wie das Waterboarding doch zum Ziel? Präsident Barack Obama bleibt zu dem heiklen Thema erstaunlich schweigsam und gibt so den Hardlinern erneut Gelegenheit, über die Effektivität von Folter zu diskutieren - nicht über ihre Moral.

Blog-Artikel:

USA: Konservative fordern Wiedereinführung der Folter - atonal1.blog.de

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